S.U.R.E Records Music Group
Ali Seftali
"Kennst du Ali Seftali? Der Sohn von Yunus Bayram!" Auf solch einer oder ähnlichen Art und Weise wurden Bewohner der Stadt Bocholt auf der Straße konfrontiert. Wo früher noch viele mit der Schulter zuckten, wissen sie heute, dass es sich um den Jungen Ali Bayram handelt, der ab mit DJ S.U.R.E ab und zu die Innenstadt unsicher macht. Das Gesicht eines Arztes mit Mundschutz und Latexhandschuhen erblickte er damals 1987 an einem Herbstag, der 14 Jahre später und 15 Tage früher die Weltgeschichte geprägt hat.
Raptechnisch begann er in frühen Jahren sich schon zu entfalten, wobei er "Mama" auf "Papa" reimte (was zum späteren Doppelreim mit "Gaga" und "Kaka" führte. Nein, jetzt aber mal im Ernst. Professionell rappt Ali Seftali seit cirka 3 bis 4 Jahren. Früher noch Mitglied diverser Crews, möchte er sich nun bisschen mehr auf sich konzentrieren.
Über sein Leben als solches kann man genauso viel schreiben, wie auch auslassen. Abgesehen von der Tatsache, dass er einem Mord von 2 Nazis entkommen konnte, ein halbes Jahr lang ein Fadenkreuz auf der Stirn trug mit 9 Jahren herausfand, dass man mit Messern nicht nur Obst schneiden kann, geht es ihm heute relativ gut – wenn man gewissen Ticks keine Beachtung schenkt.
Sein undefinierbarer Stil, der das ganze türkische Alphabet durchgeht (ja auch das türkische - „ç“ wie çatlak), richtet sich an keinen geringeren Vorbilder wie die türkischen Helden aus seiner Kindheit, die kiloweise Blei gefressen, Schläge am laufenden Band verteilt haben und heroisch dem Sonnenuntergang entgegen wandelten. Wenn sich wer fragt, weshalb sich Ali Seftali nach einer Pfirsich nennt, dem ist noch weniger zu helfen wie Ali selbst. Fakt ist aber, dass die Gründe nicht auf Ali Seftalis großem Kopf basieren. Auch Spekulationen darüber, das er wegen seiner Behaarung so genannt wird, sind falsch. Dennoch, eins könnt ihr euch sicher sein. Er ist süß und saftig (auch man wenn sich bekannterweise über Geschmäcker streiten lässt).
Ali Seftali... einer der wenigen Rapper, die sich selbstlos in das Musikgeschäft hineinschmeißen und sich vor der Öffentlichkeit so präsentieren, wie sie es wirklich sind.
